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  Uhren  16. - 19. Jh.

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      Wand-Uhren

 

Frühe Eisenuhren

   
  Hausuhr mit Eisenrädern Bogenschild Eisen bemalt Gotische Eisenuhr Renaissance Eisenuhr mit Rahmenwerk Viertelstundenschlag  
         
         

Berner- und Neuenburger-Wanduhren

Berner Holzräderuhr Berner Holzräderuhr Windfang Berner Wanduhr HY Stambach Kleindietwil Emmenthal Wanduhr Neuenburg Neuchatel
         
         
 

Morez-Uhren mit Zifferring

   
  Morezuhr Type Mayet, Messing Zifferring Mayet Comtoise  

Morezuhr mit Zifferring 1 Zeiger
Comtoise Mayet type eenwijzerige comtoise messing cijferring  1720 1730 Herkomst Frankrijk Jura 1 wijzer

         
         
 

Morezuhr mit Cartouchen

   
  Comtoise Kartuschen-Uhr Einzeiger Morezuhr Cartouchen 25 Teile  Morbier Einzeiger Messing Fronton gesägt

Cartouchenuhr Email-Cartouchen blau
Mouvement 18 éme cadran cartouches bleu

         
         
 

Morezuhr mit Email-Zifferblatt

   
         
         
         
         
 

Laternen-Uhren

   
  Pariser Laternenuhr mit drei Glocken Viertelstundenschlag Laterneuhr Normandie Frühe Laternuhr mit Eisenrädern  
         
       
       
         
         
       
         
         

 

 

  Diese Seite zeigt eine Auswahl von Wanduhren mit Gewichten.
Beginnend mit "frühen" Uhren mit Eisenrädern. Sie werden allgemein als Eisenuhren oder auch Hausuhren bezeichnet.
   
  Haus-Uhren mit Eisenrädern gibt es in den Alpenländern seit zirka 1450 und in verschiedenen Bauformen bis etwa 1750. Die Stil-Merkmale von Gotik, Spätgotik, Renaissance und Barock trifft man bei Eisenuhren unterschiedlicher Provenienz mit einiger Zeitverschiebung.
Die Winterthurer Liechti-Uhren zum Beispiel haben bis etwa 1630 verschiedene gotische und spätgotische Stilelemente beibehalten.
   
  Holzräderuhren wurden in der Schweiz in verschiedenen Bergtälern durch kleinere Werkstätten mit deren Meistern hergestellt. Besonders bekannt sind dabei die "Davoser Holzräderuhr" aus dem Sertigtal, "Berner-Holzräderuhr und Brienzer-Holzräder-Uhr", "Toggenburger-Uhr" vom Hemberg, "Appenzelleruhr". Schweizer Holzräderuhren wurden in kleiner Anzahl einzeln gefertigt und sind dementsprechend selten anzutreffen.
   
  Legende zur Entstehung der Morez-  Comtoise- oder  Morbier-Uhr.
Es gibt verschiedene Legenden über die Familie  MAYET.
Ignace MAYET lebte 1660 in Morbier.
Er hat für ein lokales Kloster eine Kopie einer Turmuhr aus Holz hergestellt. Um die neue Turmuhr dauerhafter zu machen und auf Grund seiner Ausbildung als Eisen-Schmied verwendete er als Ausgangs-Material Eisen. Die als Kopie gebaute Uhr aus Eisen funktionierte zur vollen Zufriedenheit des Klosters. Nach diesem ersten Erfolg baute er mehrere Turmuhren und später nach der Einführung des Pendels soll die erste Zimmeruhr ebenfalls aus Eisen entstanden sein. 
Die Erfolge mit Zimmeruhren veranlasste die Mayets eine Arbeitsteilung in der ganzen Region zu organisieren. Es gab schlussendlich Giesser für Glocken und Räder, Räderhersteller, Zifferringhersteller etc. und schlussendlich die Uhrmacher, welche aus den Einzelteilen eine funktionsfähige Uhr zusammenbauten und justierten. Es entwickelte sich in der ganzen Region ein Uhrmachergewerbe mit professioneller Arbeitsteilung. Die Zulieferanten waren zumindest in den Anfängen hauptsächlich Bauern welche sich mit dem neuen Nebenerwerb vor allem im langen Winter einen Zusatzverdienst erarbeiteten.
Nachfahren des Gründervaters Ignace MAYET, lebten in Morez, Foncine, Bellefontaine.
   
  Die Uhren aus dem französischen Jura, sind unter verschiedenen Namen bekannt:
Morezuhren, Morbier, Burgunderuhr, Comtoise, Comtoiseruhr, Hähnchenuhr, Hähnchen Uhr, Hahnenuhr, Hahnen Uhr, Coque,  Cuvette, Cuvettenuhr, Cartouchenuhr, Cartouchen Uhr, Cuvetten
-Zifferblatt, Morez Wanduhr mit Blechverzierung, pendule, pendules, horloge, horloges, horloger, comtoise clock, clocks, Wanduhr mit Messingziffering oder Zinnziffer-Ring, Messingreif, Zinnreif,
Die verschiedenen Bezeichnung ergeben sich aus der Herstellungs-Region im französischen Jura nahe der Grenze zur Schweiz, aus den über die verschiedenen Epochen wechselnden Verzierungen oder Zifferblatt-Umrandungen und aus den über die Entwicklungsgeschichte hinweg wechselnden Zifferblätter.
Morezuhren der ersten Epoche hatten einen Zeiger und zur Stunden- und Halbstundenanzeige Zifferringe aus Messingblech oder seltener aus Zinn mit handgravierten römischen Ziffern.
Als es gelang kleine Kupferplättchen zu emaillieren entstanden die ersten Cartouchen-Uhren (= Kartuchen oder Kartuschen).
Kartuschenuhren haben in der früheren Einzeiger-Ausführung zwölf emaillierte Cartouchen.
Mit dem Übergang zu Zweizeiger Uhren gab es zwölf 24 und 25 teilige Kartuschenuhren.

Durch die Verbesserung der Emailliertechnik wurde es möglich grössere Flächen fehlerfrei zu Emaillieren und damit sogenannte Cuvette- das heisst doppel bombierte Zifferblätter herzustellen. Solche Cuvette-Zifferblätter wurden sowohl für Einzeiger wie auch für Zweizeigeruhren emailliert. Für Einzeiger-Uhren dürften diese Emaille-Zifferblätter in den meisten Fällen einen bereits bestehenden Zifferring aus Zinn oder Messing abgelöst haben. Die Uhren wurden in der damaligen Zeit modernisiert. Dies geschah vor allem um die Ablesbarkeit deutlich zu verbessern
  In den Anfängen - circa 1740 - kauften die Uhrmacher aus dem Comtoise die Emaille-Teile in Le Locle und La Chaux de Fonds in der Schweiz. Im Jahre 1755 begann der Emailleur David Henri Huguenin d'Otrand aus Le Locle nach seiner Ansiedelung in Morez mit der Herstellung von Emaille-Zifferblättern.
   
 
Französische Laternenuhren haben kaum eine Verwandtschaft zu den Uhren aus dem Comtoise (Morez). Die Laternenuhren sind eine eigenständige Entwicklung die je nach Herkunftsregion unterschiedliche Merkmale aufweisen. Die meisten dieser Uhren haben jedoch ein offenes Räderwerk mit hintereinander angeordnetem Gehwerk, Schlagwerk und in selteneren Fällen Viertelstundenschlagwerk.
Die meisten Laternenuhren haben Räder aus Messing. Es gibt wenige sehr frühe Uhren mit Eisenrädern. (seltene Sammlerstücke)
Das eigentliche Gestell ist bei Uhren aus der Normandie aus Eisen gefertigt bei Uhren aus der Region Paris und aus dem Süden Frankreichs jedoch meist aus Messing.
Die Zifferblätter variieren über die Entstehungs-Zeit, angefangen mit Zifferring aus Zinn, oder -Messing, Messingzifferblatt, Cartouchen-Zifferblatt, Fayence-Zifferblatt.
Die Verzierungen über dem Zifferblatt sind aus hand-graviertem Messingblech, Bekrönung aus Messingguss, getriebene oder geprägte Bekrönung aus Messing.
Die Laterneuhren wurden oft in Holzkästen oder Geschirrschränken mit Uhrenabteil eingebaut um sie vor Staub und sonstiger Verschmutzung zu schützen.
Laternenuhren haben meist eine Gangdauer von zwölf oder 24 Stunden und werden meist über eine Kordel oder Kette mit Gewicht und kleinem Gegengewicht angetrieben.
 

French Lantern clock:
They do not really relate to the Morbier or Comtoise clocks, but they have been built in other regions of France. Most of them have an open case with the trains of the wheelwork behind each other. The cages of the Lantern Clocks made in the Normandie are very often made of iron. The lantern clocks made in the South of France or in the Paris area have mostly been made with a brass cage. Only very early French Lantern Clocks have their wheels made of iron.
The clock dial is made of Faience, of brass or has
enamelled cartouches. Depending on the age they have one or the later have two hands.

Les horloges lanterne francaise n'ont pas un lien de parenté avec les horloges Comtoise (Morez). Les horloges lanterne sont un développement autonome dépendante de la région d'origine.  Ils présentent des caractéristiques différentes. La plupart de ces horloges ont une cage ouvert et des roues après l'autre: mouvement, sonnerie des heures et plus rarement sonnerie les quarts.
La plupart des horloges lanterne ont des roues en laiton. Il ya peu des horloges très tôt avec des roues en fer. (rares pièces de collection)
Les cadrans étais fait d‘une cercle d'étain, ou de laiton, un cadran laiton, cadran-Cartouche, ou des cadrans en Fayence.
Les décorations sur le cadran sont en tôle de laiton gravé, couronnement de laitons.
Les horloges lanterne ont été souvent dans des boîtes en bois ou des armoires pour la vaisselle.

 
Comtoises Comtoiseklokken franse klokken Franche-Comté Morez haan
Comtoise Mayet-type 1720 1730 Herkomst Frankrijk Jura 1 wijzer messing cijferring
   
   
   
   
   
   
   
  Literatur:
Maitzner F./Moreau J. La Morbier, La Morez
Bollen Ton: Comtoiseklokken
Schmitt Gustav: Die Comtoise-Uhr
Nemrava S.Z.: The Morbier 1680 - 1900
Siegfried Bergmann Comtoise Uhren
Tardy: La pendule francaise
Baillie G.H: Watch- & Clockmakers of the world
Ton Bollen: Franse Lantaarn Klokken (Französische Laternenuhren)