Wand-Uhren
| Diese Seite zeigt eine Auswahl
von Wanduhren mit Gewichten.
Beginnend mit "frühen" Uhren mit Eisenrädern. Sie werden allgemein als Eisenuhren oder auch Hausuhren bezeichnet. |
|||||||
| Haus-Uhren mit Eisenrädern gibt es
in den Alpenländern seit zirka 1450 und in verschiedenen Bauformen
bis etwa 1750. Die Stil-Merkmale von Gotik, Spätgotik, Renaissance
und Barock trifft man bei Eisenuhren unterschiedlicher Provenienz
mit einiger Zeitverschiebung. Die Winterthurer Liechti-Uhren zum Beispiel haben bis etwa 1630 verschiedene gotische und spätgotische Stilelemente beibehalten. |
|||||||
| Holzräderuhren wurden in der Schweiz in verschiedenen Bergtälern durch kleinere Werkstätten mit deren Meistern hergestellt. Besonders bekannt sind dabei die "Davoser Holzräderuhr" aus dem Sertigtal, "Berner-Holzräderuhr und Brienzer-Holzräder-Uhr", "Toggenburger-Uhr" vom Hemberg, "Appenzelleruhr". Schweizer Holzräderuhren wurden in kleiner Anzahl einzeln gefertigt und sind dementsprechend selten anzutreffen. | |||||||
|
Legende zur
Entstehung der Morez- Comtoise- oder
Morbier-Uhr. Es gibt verschiedene Legenden über die Familie MAYET. Ignace MAYET lebte 1660 in Morbier. Er hat für ein lokales Kloster eine Kopie einer Turmuhr aus Holz hergestellt. Um die neue Turmuhr dauerhafter zu machen und auf Grund seiner Ausbildung als Eisen-Schmied verwendete er als Ausgangs-Material Eisen. Die als Kopie gebaute Uhr aus Eisen funktionierte zur vollen Zufriedenheit des Klosters. Nach diesem ersten Erfolg baute er mehrere Turmuhren und später nach der Einführung des Pendels soll die erste Zimmeruhr ebenfalls aus Eisen entstanden sein. Die Erfolge mit Zimmeruhren veranlasste die Mayets eine Arbeitsteilung in der ganzen Region zu organisieren. Es gab schlussendlich Giesser für Glocken und Räder, Räderhersteller, Zifferringhersteller etc. und schlussendlich die Uhrmacher, welche aus den Einzelteilen eine funktionsfähige Uhr zusammenbauten und justierten. Es entwickelte sich in der ganzen Region ein Uhrmachergewerbe mit professioneller Arbeitsteilung. Die Zulieferanten waren zumindest in den Anfängen hauptsächlich Bauern welche sich mit dem neuen Nebenerwerb vor allem im langen Winter einen Zusatzverdienst erarbeiteten. Nachfahren des Gründervaters Ignace MAYET, lebten in Morez, Foncine, Bellefontaine. |
|||||||
|
Die Uhren aus dem
französischen Jura, sind unter verschiedenen Namen bekannt: Morezuhren, Morbier, Burgunderuhr, Comtoise, Comtoiseruhr, Hähnchenuhr, Hähnchen Uhr, Hahnenuhr, Hahnen Uhr, Coque, Cuvette, Cuvettenuhr, Cartouchenuhr, Cartouchen Uhr, Cuvetten-Zifferblatt, Morez Wanduhr mit Blechverzierung, pendule, pendules, horloge, horloges, horloger, comtoise clock, clocks, Wanduhr mit Messingziffering oder Zinnziffer-Ring, Messingreif, Zinnreif, Die verschiedenen Bezeichnung ergeben sich aus der Herstellungs-Region im französischen Jura nahe der Grenze zur Schweiz, aus den über die verschiedenen Epochen wechselnden Verzierungen oder Zifferblatt-Umrandungen und aus den über die Entwicklungsgeschichte hinweg wechselnden Zifferblätter. Morezuhren der ersten Epoche hatten einen Zeiger und zur Stunden- und Halbstundenanzeige Zifferringe aus Messingblech oder seltener aus Zinn mit handgravierten römischen Ziffern. Als es gelang kleine Kupferplättchen zu emaillieren entstanden die ersten Cartouchen-Uhren (= Kartuchen oder Kartuschen). Kartuschenuhren haben in der früheren Einzeiger-Ausführung zwölf emaillierte Cartouchen. Mit dem Übergang zu Zweizeiger Uhren gab es zwölf 24 und 25 teilige Kartuschenuhren. Durch die Verbesserung der Emailliertechnik wurde es möglich grössere Flächen fehlerfrei zu Emaillieren und damit sogenannte Cuvette- das heisst doppel bombierte Zifferblätter herzustellen. Solche Cuvette-Zifferblätter wurden sowohl für Einzeiger wie auch für Zweizeigeruhren emailliert. Für Einzeiger-Uhren dürften diese Emaille-Zifferblätter in den meisten Fällen einen bereits bestehenden Zifferring aus Zinn oder Messing abgelöst haben. Die Uhren wurden in der damaligen Zeit modernisiert. Dies geschah vor allem um die Ablesbarkeit deutlich zu verbessern |
|||||||
| In den Anfängen - circa 1740 - kauften die Uhrmacher aus dem Comtoise die Emaille-Teile in Le Locle und La Chaux de Fonds in der Schweiz. Im Jahre 1755 begann der Emailleur David Henri Huguenin d'Otrand aus Le Locle nach seiner Ansiedelung in Morez mit der Herstellung von Emaille-Zifferblättern. | |||||||
|
|||||||
|
Literatur:
Maitzner F./Moreau J. La Morbier, La Morez Bollen Ton: Comtoiseklokken Schmitt Gustav: Die Comtoise-Uhr Nemrava S.Z.: The Morbier 1680 - 1900 Siegfried Bergmann Comtoise Uhren Tardy: La pendule francaise Baillie G.H: Watch- & Clockmakers of the world Ton Bollen: Franse Lantaarn Klokken (Französische Laternenuhren) |








